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Deutschlandpremieren zweier cineastischer Ausnahmewerke.
   

 

 

 

Zum vierten Mal präsentiert cinEscultura die Rubrik cinEStreno: Deutschlandpremieren von spanischen, künstlerisch anspruchsvollen Filmen, die gleichzeitig ein breites Publikum ansprechen. Dieses Jahr konzentrieren wir uns auf zwei cineastische Ausnahmewerke. 

 

VOR DEINER TÜR   BOMBAY GOA EXPRESS
 

Sa, 06.05. / 20.45 Uhr, Filmgalerie *
E 2016, 93 min, OmdtU, Regie: Eduard Cortés

in Anwesenheit des Produzenten

 

So, 07.05. / 20.45 Uhr, Filmgalerie *
E 2014, 98 min, OmdtU, Regie: Juan Estelrich

*in Anwesenheit des Regisseurs 

     
     

     

 

Amerikanischer Rock geht auch auf Spanisch!

Mi, 3.05. / 20.30 Uhr,
Einlass: 20.00 Uhr
Tiki Beat Bar&Club, Arnulfsplatz 4
Karten: Tiki Beat, www.eventim.de
 
Eintritt: 15,– Abendkasse / 12,– Vorverkauf

 

Hendrik Röver ist halb Kantabrer, halb Deutscher und wird mitunter als einer der besten Gitarristen Spaniens bezeichnet. Sein Publikum verehrt ihn wegen seiner besonderen Art: Cool ist er und geschickt, auf der Buhne bewegt er sich schnell. Im Ubrigen ist er ein durch und durch sympathischer und zugänglicher Mensch.

Er wurde berühmt als Sanger und Gitarrist der 1986 gegründeten kantabrischen Rockband Los DelTonos, deren weitere Mitglieder aktuell Iñaki García (Schlagzeug), Pablo Ceta (Bass) und Fernando Macaya (Gitarre, Background) heisen. Durch unzählige Liveauftritte und die Teilnahme an verschiedenen Festivals machten sich Los DelTonos in der nationalen spanischen Musikszene einen Namen und konnten 1990 ihr erstes Album Tres hombres enfermos veröffentlichen, das ohne nennenswerte Werbemasnahmen unglaublich erfolgreich wurde. Dies ist wohl ihrem einzigartigen Stil, einer Mischung aus Rhythm and Blues, Funk, Metal, Pop und Soul, und ihren grosartigen Texten geschuldet. Bien, mejor, die zweite Platte der Los DelTonos erschien zwei Jahre spater und toppte sogar noch den Erfolg der ersten, was ihnen zahlreiche Auftritte und eine immer groser werdende Fangemeinde einbrachte. Es ist also kein Wunder, dass Los DelTonos, nach einigen personellen Veränderungen und Schaffenspausen, derzeit zu den festen Grosen der spanischen Rockmusik gehoren. Was ihren Sound betrifft, so orientieren sie sich mittlerweile am amerikanischen Rock der 50er Jahre und Künstlern wie den Jayhawks, Wilco oder Steve Earle.

 

 

Im Laufe seiner Karriere hat Rover sich neben den Los DelTonos auch anderen musikalischen Projekten gewidmet. 1994 gründete er – genauer gesagt, sein Alter Ego Hank Röver – die Band Hank, die sich dem sogenannten Power Pop verschrieben hatte und mittlerweile fest in die Gruppe der Los DelTonos integriert ist. Auch die Country-Rock-Formation The Pilgrim Rose steht auf der Liste von Hendrik Rövers musikalischen Begleitern. Auserdem ist Röver als Solo-Kunstler kreativ, mit Alben wie Esqueletos (2008), No temáis por mí (2010) oder Norte/Oeste (2013). Zum Heiligen Abend 2014 erschien sein aktuelles Album Incluye futuros clásicos, fur das er Los Míticos GT’s (Goyo Chiquito: Kontrabass; Toño López Banos: Schlagzeug) ins Boot holte. Rover beschreibt das Projekt als erste seiner Soloplatten, die ohne ein einziges schwermütiges Lied auskommt.

Fest steht: Hendrik Röver beweist mit seiner authentischen Musik, dass es ihm nicht darauf ankommt, einem Trend oder dem kommerziellen Erfolg hinterher zu laufen. Vielmehr gehört die Welt denjenigen, die sich etwas trauen: Also Menschen, wie Hendrik Röver.

Die Revolution des Flamenco - Rosalía & Raül Refree

 

Sa, 29.04. / 20.30 Uhr
Jazzclub im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9
Karten: www.jazzclub-regensburg.de, www.okticket.de
Eintritt: 25,- / 15,-

 

Zwei musikalische Trendsetter definieren den Flamenco neu: Rosalía & Raül Refree präsentieren ihr Album Los Ángeles, eine Mischung aus traditionellem Flamenco und Avantgarde, die derzeit in ganz Spanien von sich reden macht und restlos ausverkaufte Konzerthallen zum Vibrieren bringen.

 

Die junge katalanische Sängerin Rosalía Vila steht seit zehn Jahren auf der Flamencobühne und hat eine solide gesangliche Ausbildung in diesem Stil, doch ist Ihre Kunst offen für die unterschiedlichsten Einflüsse. So hat sie mit dem angesagten Rapper C.Tangana mehrere Hits aufgenommen, mit der legendären Theatergruppe La Fura dels Baus zusammen-gearbeitet, sowie die Bühne mit Flamenco-Stars wie Miguel Poveda und Rocío Márquez geteilt. Ihre kristallklare Stimme, die aus einer anderen Welt zu kommen scheint, und ihre starke Ausstrahlung machen eine Begegnung mit ihr zu einem besonderen Erlebnis. 

 

Raül Refree gehört zu den wichtigsten Gitarristen und Produzenten der spanischen Musikszene und hat schon große Künstlerinnen wie La Mala Rodríguez und Silvia Pérez Cruz gefördert und begleitet. Sein Name als Produzent, der u.a. auf Alben von Kiko Veneno, Rocío Márquez, Sìlvia Pérez Cruz, Josele Santiago (Los Enemigos), Kiko Veneno und Lee Ranaldo (Sonic Youth) zu finden ist, steht für Innovation und Kreativität. Als Gitarrist kennt seine Experimentierfreudigkeit keine Grenzen, sein virtuoses und eigenwilliges Spiel setzen die traditionellen Flamenco-Stücke dieses Albums ganz neu in Szene.  

 

 

 

 

Llorenç Barber

Sa, 29.04. / 19.45 Uhr

Jazzclub im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9

Eintritt frei

 

 

 

 

 

 

Llorenç Barber ist wohl einer der zeitgenössischen spanischen Komponisten, die international am bekanntesten sind. Bei seinen Auftritten setzt er ganze Städte musikalisch in Szene, indem er das Geläut von Kirchenglocken sowie unterschiedliche andere Klangelemente aus unserer Welt in seine Konzerte einbindet. Von ihm stammen Konzepte wie „Musik im Freien“ oder „öffentliche Kunst“, denen die Idee zu Grunde liegt, die Musik aus den Schulen und Akademien in größere und der breiten Öffentlichkeit zugängliche Orte zu bringen. Unter diesen Umständen soll sich der Klang als autonomes Element vollständig entfalten.

 Dieser Idee folgend, bietet Llorenç Barber uns ein Konzert mit seinem „Taschenglockenturm“, bei dem ähnliche Schallverstärker wie die der uns bekannten Glocken verwendet werden. Begleitet wird das Spiel von einem Obertongesang, einer Stimmtechnik, die z.B. typisch für die Mongolei ist. Llorenç Barber wird bei cinEScultura außerdem einen Vortrag über seine Anschauung von Musik halten, Dabei werden wir diesen außergewöhnlichen Künstler und seine musikalische „Utopie“ besser kennen lernen.

 

 



 

 

 

 

So, 30.04. / 20.30 Uhr

Jazzclub im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9

Karten: www.jazzclub-regensburg.de, www.okticket.de

Eintritt: 18,- / 13,-

Dieses hochkarätige Münchener Tango-Quintett musiziert aus Liebe zum argentinischen Musikstil schlechthin. Tango wird hier zu bewusst ausgelebter Emotionalität und Individualität: Juan José Chuquisengo Piano - Teresa Brunnmüller Bandoneon - Beate Fischer Violine - James Ogle Violine - Achim Arbandt Kontrabass. „Baldosa floja“ bedeutet lockerer Pflasterstein oder wackelige Bodenfliese. Die Gehwege von Buenos Aires sind geprägt vom Bild loser Pflasterungen. Ein Moment des Innehaltens, ein Bruch im uniform gestalteten Boden, auf dem wir uns bewegen. Dies nimmt Baldosa Floja als Anlass zum Spiel mit dem Gleichgewicht und der Innovation, zwischen klassischem Tango Argentino und Astor Piazzolla als Quelle ihrer künstlerischen Gestaltung.

 

 

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