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Filmprogramm Frühling 2026

Un día Lobo López

Un día Lobo López

España, 2022, 90 min, OmeU, Regie: Alejandro G. Salgado

Nach Jahren voller Rückschläge und Unsicherheiten als genialer aber nicht besonders erfolgreicher Musiker, gibt sich Kiko Veneno eine letzte Chance, von der Musik zu leben. Es sind die Jahre vor den großen Ereignissen von 1992: Olympische Spiele in Barcelona, Expo Sevilla, Madrid als Kulturhauptstadt Europas. Sevilla erlebt einen Wandel, der die ganze Stadt betrifft. Dieser Film, der in Sevilla und London gedreht wurde, ist ein kollektives Porträt der Menschen und Orte, die den Entstehungsprozess des Albums Échate un cantecito ermöglicht haben, eines der einflussreichsten Werke der spanischen Popmusik. Es handelt sich um zehn Songs, die viele Menschen mit dieser ganz konkreten Epoche verbinden. Dieses Album ist für die künstlerische Entwicklung von Kiko Veneno ebenso entscheidend wie für das kollektive Bewusstsein mehrerer Generationen.

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Filmprogramm Frühling 2026

Stay Homas

Stay Homas

Die Band, die es nicht geben sollte / La banda que no debería existir

España, 2024, 82 min, OmeU, Regie: Oriol Gispert, Nick Bolger, Ramon Balagué

März 2020: Mitten in der Pandemie sitzen Rai, Guillem und Klaus, drei befreundete Musiker, in ihrer gemeinsamen Wohnung in Barcelona fest. Sie beschließen, der Langeweile mit einem Song pro Tag zu trotzen. Mit einem alten Eimer als Schlagzeug, einem Spielzeugkeyboard und einer alten Gitarre beginnen sie, Songs zu komponieren. Diese veröffentlichen sie auf Instagram als Confination Songs. Plötzlich werden sie zu einem viralen Phänomen. In jener unglücklichen Zeit der Angst und Unsicherheit verbreitet sich ihr Ruhm wie ein positiver Virus, und Stay Homas erreichen die ganze Welt. Sie arbeiten mit verschiedenen Künstlern zusammen, die per Telefon an ihren Songs mitwirken: Manu Chao, Macaco, Sílvia Pérez Cruz, Pablo Alborán… Ihre Videos werden von Millionen von Menschen angeschaut. Michael Bublé covert ihren Song Gotta Be Patient und sie treten live zusammen mit dem legendären Rubén Blades auf.

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Filmprogramm Frühling 2026

Love & Revolution

Love & Revolution / Te estoy amando locamente

In Kooperation mit QUEER-Streifen Regensburg e. V.

E 2023, 107 min, OmdtU, Regie: Alejandro Marín

Sevilla, 1977. Reme (Ana Wagener) ist eine eher konservative Mutter, die in die andalusische LGBTQIA+-Bewegung verwickelt wird, als ihr Sohn Miguel (Omar Banana), ein angehender Künstler, ihr seine Homosexualität gesteht. In einer Zeit, in der Homosexualität strafbar ist, muss Reme aus Liebe zu ihrem Sohn ihre Vorurteile überwinden und sich einer neuen Bewegung anschließen, die paradoxerweise aus den Reihen der Kirche hervorgegangen ist.

Basierend auf der wahren Geschichte der Entstehung der LGBTQIA+-Bewegung, die in Sevilla während des Übergangs Spaniens in eine Demokratie stattfand (1977–1978; damals wurden Homosexuelle noch strafrechtlich verfolgt), erzählt der Film vom Kampf der Aktivistin Mar Cambrollé für eine Änderung der Gesetzgebung, bis hin zur ersten Pride-Demonstration in Andalusien. Fiktive Figuren werden mit historischen Ereignissen verknüpft, um den Pionieren dieser Bewegung Tribut zu zollen. Alba Flores (Nairobi in La casa de papel) spielt Lole, die dem Protagonisten auf der Suche nach seiner Identität hilft. Dabei schöpft sie auch aus ihren eigenen Erfahrungen, denn sie outete sich mit 13 Jahren. Dieses traumatische Erlebnis konnte sie lange nicht loslassen. Der gefühlsbetonte Soundtrack ist auch eine kämpferische Hymne der LGBTQIA+-Bewegung.

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Expedición mental

Expedición mental / Mentale Expedition

E 2025, 60 min, OmdtU, Regie: Rubén Riós

Filmgespräch mit dem Regisseur im Anschluss!

Eine 10 Etappen umfassenden Reise entlang des nördlichen Camino de Santiago lässt uns eintauchen in eine besondere Erfahrung, angeleitet vom Schauspieler Rubén Riós, der gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen angeht. Diese filmische Expedition, bringt uns auf dem uralten Jakobsweg eine Wirklichkeit nahe, die uns alle angeht, und viele Menschen auf der Welt betrifft, die entweder gerade eine solche Situation erleben oder sie in der Vergangenheit durchgemacht haben.

Zu Wort kommen Fachleute und Experten auf diesem Gebiet, immerhin waren psychische Einschränkungen im Jahr 2030 weltweit die häufigsten Erkrankungen überhaupt. Der Dokumentarfilm wertet nicht, sondern spricht im Sinne der Selbstermächtigung offen Themen an, die bisher von den audiovisuellen Medien eher selten behandelt worden sind.

Mi, 14.05. 16:00 Uhr Filmgalerie

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Sonderprogramm Filme

Outros Camiños 

Outros Camiños / Andere Wege

E 2021, 60 min, OmdtU, Regie: Rubén Riós 

Filmgespräch mit dem Regisseur im Anschluss!

In diesem galicischen Dokumentarfilm geht es um die Erfahrung von vier Menschen, die trotz ihrer schweren Behinderung den Jakobsweg zurücklegen. Der Regisseur, Schauspieler und Produzent Rubén Riós leistet mit seinem Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Organisation „DisCamino de Santiago“ entstanden ist, einen wichtigen Beitrag zum Thema Inklusion.

Di, 13.05. 19:30 Uhr Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8; Eintritt frei!

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Sonderprogramm Filme

El Agua

El Agua / The Water

E 2022, 104 min, OmeU, Regie: Elena López Riera

Es ist Sommer in einem kleinen Dorf im Südosten Spaniens. Man sagt, es nähert sich ein Unwetter, das dafür sorgen wird, dass der Fluss, der das Dorf durchläuft, über die Ufer treten und große Teile des Ortes überschwemmen wird. Einer alten Legende nach verschwinden bei jeder Überschwemmung Frauen. Es sind Frauen, die das „Wasser in sich tragen“, diejenigen, die dafür bestimmt sind, vom Fluss mitgenommen zu werden. Die Jugendlichen gehen zum Fluss und teilen miteinander die Geschichten, die ihnen ihre Großeltern erzählt haben. Inmitten dieser angespannten Situation, zwischen Realität und Fiktion, Leben und Tod, lernt Ana José kennen.

Di, 22.04. 19:30 Uhr M26, Maximilianstr. 26; Eintritt frei!

Elena López Riera (*1982, Orihuela) hat in Valencia Audiovisuelle Kommunikation studiert. Nach ihrem Studium war sie als Dozentin an verschiedenen Hochschulen und Universitäten im Bereich der Film- und Literaturwissenschaften tätig. Ihre Kurzfilmprojekte, darunter Las Vísceras (2016) und Los que desean (2018), waren bereits auf internationalen Filmfestivals erfolgreich. El Agua ist ihr Spielfilmdebüt.

Goya-Filmpreis: Nominiert, u. a. für die beste Regie und die beste
Nachwuchsschauspielerin (Luna Pamiés); Filmfestspiele von Cannes: Vorführung im Rahmen der Sektion The Directors’ Fortnight.

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El costo de ser agricultor

Der Preis Landwirt zu sein

Peru, 2024, 38 min, OmeU, Regie: Ieie Castillejo

Im Fokus des Dokumentarfilms steht der konventionelle Maisanbau in der Klimakrise. Die verschiedenen Phasen des Erntezyklus (Anbau, Ernte, Verkauf, kulturelle feste rund um die Ernte) werden dabei ebenso beleuchtet wie Probleme rund um die Wasserknappheit, die zu Verteilungskonflikten führt. Die Lösung scheint der Bau großer Kanalisationsprojekte mit Wasserleitungen aus den Bergen zu sein, die aber gescheitert bzw. nicht vollendet wurden.

Sa, 26.04. 16:30 Uhr Filmgalerie im Leeren Beutel mit Filmgespräch im Anschluss: Eintritt frei!

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Retrospektive

Cerrar los ojos

Cerrar los ojos / Close your Eyes

E 2023, 169 min, OmeU: Sa, 26.04. 20:30 Uhr + Sa, 03.05. 20:00 Uhr Filmgalerie

Als Erice mit Cerrar los ojos 2023 nach rund 30 Jahren seinen letzten Langfilm vorlegt, war dies für Cinephile in aller Welt eine kleine Sensation. Wie der Titel schon andeutet, ist das Werk zugleich als ein Abschluss gedacht, in dem Erice alle wichtigen Motive seiner Vorgänger aufnimmt, zusammenführt und verdichtet.

Die äußere Handlung erscheint zunächst wie ein Krimi: Im Fernsehen wird von einem ungelösten Fall berichtet, in dem ein Schauspieler vor zwanzig Jahren mitten in den Dreharbeiten plötzlich verschwand und nie wieder auftauchte. Befragt wird auch der damalige Regisseur des Films, der sich auf eine Reise in die Vergangenheit begibt, die man für eine detektivische Arbeit halten könnte, wenn es Erice nicht um ganz andere Themen ginge: um den Blick zurück auf eine Welt des Kinos, die im Verschwinden begriffen ist, um das unvollkommene künstlerische Schaffen, um nicht gelebte Beziehungen und um das Alter. Faszinierend ist es, Ana Torrent, die 1973 die kleine Ana in El espíritu de la colmena gespielt hat, fünfzig Jahre später unter der Regie Erices wiederzusehen, um einmal mehr das Verhältnis zu ihrem Vater zu hinterfragen.

In Cerrar los ojos führt Erice die Fäden seines Werkes zusammen, ohne sich dabei eitel selbst zu zitieren, sondern um sich nostalgisch, aber bewusst zu verabschieden. Dabei stellt er zwei Figuren nebeneinander, die jeweils für das Erinnern und das Vergessen stehen. Wenn eine der beiden, wie der Titel ankündigt, am Ende die Augen schließt, so scheint er sagen zu wollen, dass letztlich alles dem Vergessen anheimfällt. Das mag zwar sein, die Filme aber werden den Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben.

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Retrospektive

El sol del membrillo

El sol del membrillo / Das Licht des Quittenbaums

E 1992, 139 min, OmeU: Sa, 26.04. 17:30 Uhr; Filmgalerie

Víctor Erices Dokumentarfilm El sol del membrillo, der in Spanien geradezu einen Kultstatus hat, begleitet den berühmten spanischen Maler Antonio López, bei seinem Versuch, einen Quittenbaum in seinem Garten zu malen. Was so einfach klingt, erweist sich jedoch als unlösbare Aufgabe, weil die Tage dahingehen, Licht, Farben und Formen sich ständig verändern und es dem Künstler nicht gelingt, das Flüchtige der Natur und des Lebens festzuhalten, so dass der Film zugleich eine Reflexion über die Unabschließbarkeit künstlerischer Arbeit darstellt.

Erice begleitet López in ruhigen, langen Szenen und lässt die Zuschauer den kreativen Prozess intensiv miterleben – von der ersten Skizze bis zu den immer wiederkehrenden Blicken auf den Baum, der sich mit jeder Minute verändert. Es ist ein langsames, geduldiges Spiel mit der Zeit, in dem der Maler mit jedem Pinselstrich versucht, Baum, Blätter und Früchte im Bild zu bannen. In der Langsamkeit und dem detaillierten Blick des Films liegen Schönheit und Wahrheit verborgen, die den Zuschauer in eine fast meditative Stimmung versetzt. Es ist ein Film, der uns lehrt, die Welt um uns herum auf eine neue Weise zu sehen und die fließende Natur der Zeit zu begreifen. Der kreative Prozess, der so viel Geduld erfordert, wird zu einer Reflexion über das Leben selbst: immer im Fluss, immer unvollständig, aber immer wertvoll.

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Retrospektive

El Sur

El Sur – die Sehnsucht nach dem Süden

E 1983, 94 min, OmeU: Fr, 25.04. 20:30 Uhr; Filmgalerie

Zehn Jahre nach seinem ersten Langfilm erzählt Erice in El Sur (Der Süden, 1983) erneut von der Kindheit, Fantasie und familiären Geheimnissen und verarbeitet in poetischen Bildern und Szenen die Spannungen zwischen Erinnerung und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit. Nach dem gleichnamigen Roman von Adelaida García Morales, der damaligen Partnerin Erices, erzählt der Film von der kleinen Estrella, die in den 1950er-Jahren mit ihren Eltern in einer ländlichen Gegend im Norden Spaniens aufwächst. Sie ist sie fasziniert von ihrem Vater und seinen Fähigkeiten als Wünschelrutengänger. Doch nach und nach kommt sie seiner geheimnisvollen Vergangenheit auf die Spur und versucht, die Rätsel ihrer Familiengeschichte zu entschlüsseln. Der Süden, aus dem Vater stammt – symbolisch aufgeladen mit Erinnerungen, Sehnsüchten und unerfüllten Träumen – wird dabei zu einer schillernden Metapher für alles, was verloren und unerreichbar scheint.

In Erices meisterhafter Inszenierung verschmelzen die geografischen und emotionalen Gegensätze zu einem filmischen Gedicht, das von der Kamera José Luis Alcaines und der träumerischen Musik Enrique Granados‘ untermalt wird. Die Kontraste von Licht und Schatten spiegeln die inneren Haltungen der Figuren wider, während die Landschaften des Nordens mit ihrer kargen Schönheit eine unüberwindbare Distanz zum verheißungsvollen Süden verdeutlichen.