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Ausstellungen 2026

Flutkatastrophe in Valencia

Der Mensch auf tönernen Füßen: Flutkatastrophe in Valencia

Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8 – Eintritt frei!

Die Ausstellung zeigt Fotografien der valencianischen Fotografen Susana Galbis und Xiqi Yuwang von der Unwetterkatastrophe in Valencia, bei der 230 Menschen ums Leben kamen. Hinzu kommen die beträchtlichen materiellen Schäden, die so groß sind, dass sie als eine der schlimmsten hydrologischen Katastrophen in der Geschichte Spaniens gelten: Mehr als 120.000 Autos und Tausende von Häusern sind betroffen, außerdem 48.722 Unternehmen, 51.000 Selbstständige, 355.000 Arbeitnehmer, 34.800 Betriebe, Einrichtungen, Lager und Büros sowie 63 Gewerbegebiete. Der geschätzte direkte Schaden an all diesen wirtschaftlichen Aktivitäten beläuft sich auf über 13 Milliarden Euro. Die Ausstellung zeigt anschauliche Fragmente dieser menschlichen und materiellen Tragödie.

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Ausstellungen 2026

Kantabrien im Kino

Kantabrien im Kino / Cantabria de Cine

Donau-Einkaufszentrum, Ebene 2 (Fläche vor Drogerie Müller), Weichser Weg 5 – Eintritt frei!

Die Spanische Botschaft in Deutschland, die Spain Film Commission, die Regierung von Kantabrien, das Donau-Einkaufszentum und cinEScultura laden Sie zu einer fotografischen Tour zu Drehorten ein, die das vielfältige historische und künstlerische Erbe sowie die natürliche Umgebung Kantabriens zeigt. Kantabrien und das Kino sind seit jeher eng miteinander verbunden. Mehr als 100 Jahre sind vergangen, seit dieses Land zum ersten Mal in einem Film zu sehen war. Seitdem haben viele Regisseure Kantabrien gewählt, um ihre Geschichten zu erzählen: Mario Camus, Manuel Gutiérrez Aragón, Alejandro Amenábar, Daniel Sánchez Arévalo etc. – sie alle haben in Kantabrien einen Ort gefunden, der in kurzer Entfernung alle Landschaften bietet, die man für einen Filmdreh braucht: Meer, Strände, Berge, üppige Wälder, grüne Wiesen, einzigartige Dörfer und Städte. Diese von der Cantabria Film Commission produzierte Ausstellung lädt zu einer visuellen Reise durch einige der Landschaften ein, die bereits Teil der Filmgeschichte geworden sind. Es ist eine Ausstellung, die im Rahmen des jährlichen Empfangs, welcher das Spanische Filminstitut – ICAA und die Botschaft von Spanien aus Anlass der Internationalen Filmfestspiele Berlin – BERLINALE gemeinsam veranstaltet, der Filmbranche im 2023 eröffnet wurde, und die nun in Regensburg gezeigt wird.

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Filmprogramm Frühling 2026

Flores para Antonio

Flores para Antonio / Blumen für Antonio

Eine junge Frau macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über ihren Vater, einen legendären Musiker, der plötzlich starb, als sie acht Jahre alt war. Sein Name ist Antonio Flores. Die Tochter ist heute die berühmte Schauspielerin Alba Flores, u.a. bekannt durch ihre Rolle als Nairobi in der Netflix-Serie La Casa de Papel. Nach dem Verlust ihres Vaters hörte Alba auf zu singen. Jahre später gewann sie ihre Stimme zurück und auch ihre eigene Geschichte, nicht zuletzt durch Gespräche mit Verwandten und Freunden.

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Filmprogramm Frühling 2026

Un día Lobo López

Un día Lobo López

España, 2022, 90 min, OmeU, Regie: Alejandro G. Salgado

Nach Jahren voller Rückschläge und Unsicherheiten als genialer aber nicht besonders erfolgreicher Musiker, gibt sich Kiko Veneno eine letzte Chance, von der Musik zu leben. Es sind die Jahre vor den großen Ereignissen von 1992: Olympische Spiele in Barcelona, Expo Sevilla, Madrid als Kulturhauptstadt Europas. Sevilla erlebt einen Wandel, der die ganze Stadt betrifft. Dieser Film, der in Sevilla und London gedreht wurde, ist ein kollektives Porträt der Menschen und Orte, die den Entstehungsprozess des Albums Échate un cantecito ermöglicht haben, eines der einflussreichsten Werke der spanischen Popmusik. Es handelt sich um zehn Songs, die viele Menschen mit dieser ganz konkreten Epoche verbinden. Dieses Album ist für die künstlerische Entwicklung von Kiko Veneno ebenso entscheidend wie für das kollektive Bewusstsein mehrerer Generationen.

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Filmprogramm Frühling 2026

Stay Homas

Stay Homas

Die Band, die es nicht geben sollte / La banda que no debería existir

España, 2024, 82 min, OmeU, Regie: Oriol Gispert, Nick Bolger, Ramon Balagué

März 2020: Mitten in der Pandemie sitzen Rai, Guillem und Klaus, drei befreundete Musiker, in ihrer gemeinsamen Wohnung in Barcelona fest. Sie beschließen, der Langeweile mit einem Song pro Tag zu trotzen. Mit einem alten Eimer als Schlagzeug, einem Spielzeugkeyboard und einer alten Gitarre beginnen sie, Songs zu komponieren. Diese veröffentlichen sie auf Instagram als Confination Songs. Plötzlich werden sie zu einem viralen Phänomen. In jener unglücklichen Zeit der Angst und Unsicherheit verbreitet sich ihr Ruhm wie ein positiver Virus, und Stay Homas erreichen die ganze Welt. Sie arbeiten mit verschiedenen Künstlern zusammen, die per Telefon an ihren Songs mitwirken: Manu Chao, Macaco, Sílvia Pérez Cruz, Pablo Alborán… Ihre Videos werden von Millionen von Menschen angeschaut. Michael Bublé covert ihren Song Gotta Be Patient und sie treten live zusammen mit dem legendären Rubén Blades auf.

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Filmprogramm Frühling 2026

Llueve sobre Babel

Llueve sobre Babel / Rains over Babel

CO, E, USA 2025, 111 min, OmdtU, Regie: Gala del Sol

Ein hochexplosives und gleichzeitig durch und durch menschliches Drama, das uns mitreißt ins Fegefeuer der Göttlichen Komödie, wie in einem wilden Fieberrausch: In einer Großstadt, irgendwo in den Tropen, befindet sich der neongeschwängerte queere Club Babel, wo die schlangengleiche La Flaca – Sinnbild des Todes – mit ihren Opfern um deren Lebenszeit spielt. Der schöne Dante verrichtet für sie als Seelenfänger die grobe Arbeit und sucht gleichzeitig einen Ausweg aus seinem eigenen Lebensdrama. Dagegen setzt Uma, eine junge Motorrad-Rockerin, ihr Leben aufs Spiel, um ihre todkranke Tochter zu retten. Und während der rätselhafte Alchimist, begleitet von einem Erzengel, die Glasscherben der menschlichen Seelen poliert, bereiten sich vier Drag Queens auf einen Auftritt vor, der ihr Leben verändern wird… Wow, was für ein Debüt: Exzentrisch, sexy, humorvoll und very underground!

Gala del Sol (*1996) ist eine spanisch-kolumbianische Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Die Geschichten, die sie erzählt, haben Elemente des magischen Realismus und zeichnen sich durch eine dem Punk entlehnte Ästhetik aus. Sie studierte Film an der renommierten Chapman University in Kalifornien, wo sie 2018 mit ihrer Abschlussarbeit Transient Passengers für Aufsehen sorgte. Ihr erster Langfilm, Rains over Babel, wurde 2025 auf dem Sundance Film Festival und dem International Film Festival Rotterdam von Kritik und Publikum gefeiert.

Interview mit Gala del Sol auf Spanisch in der Zeitschrift des Forschungszentrum Spanien der UR.

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Filmprogramm Frühling 2026

Love & Revolution

Love & Revolution / Te estoy amando locamente

In Kooperation mit QUEER-Streifen Regensburg e. V.

E 2023, 107 min, OmdtU, Regie: Alejandro Marín

Sevilla, 1977. Reme (Ana Wagener) ist eine eher konservative Mutter, die in die andalusische LGBTQIA+-Bewegung verwickelt wird, als ihr Sohn Miguel (Omar Banana), ein angehender Künstler, ihr seine Homosexualität gesteht. In einer Zeit, in der Homosexualität strafbar ist, muss Reme aus Liebe zu ihrem Sohn ihre Vorurteile überwinden und sich einer neuen Bewegung anschließen, die paradoxerweise aus den Reihen der Kirche hervorgegangen ist.

Basierend auf der wahren Geschichte der Entstehung der LGBTQIA+-Bewegung, die in Sevilla während des Übergangs Spaniens in eine Demokratie stattfand (1977–1978; damals wurden Homosexuelle noch strafrechtlich verfolgt), erzählt der Film vom Kampf der Aktivistin Mar Cambrollé für eine Änderung der Gesetzgebung, bis hin zur ersten Pride-Demonstration in Andalusien. Fiktive Figuren werden mit historischen Ereignissen verknüpft, um den Pionieren dieser Bewegung Tribut zu zollen. Alba Flores (Nairobi in La casa de papel) spielt Lole, die dem Protagonisten auf der Suche nach seiner Identität hilft. Dabei schöpft sie auch aus ihren eigenen Erfahrungen, denn sie outete sich mit 13 Jahren. Dieses traumatische Erlebnis konnte sie lange nicht loslassen. Der gefühlsbetonte Soundtrack ist auch eine kämpferische Hymne der LGBTQIA+-Bewegung.

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Sonderprogramm Filme

Expedición mental

Expedición mental / Mentale Expedition

E 2025, 60 min, OmdtU, Regie: Rubén Riós

Filmgespräch mit dem Regisseur im Anschluss!

Eine 10 Etappen umfassenden Reise entlang des nördlichen Camino de Santiago lässt uns eintauchen in eine besondere Erfahrung, angeleitet vom Schauspieler Rubén Riós, der gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen angeht. Diese filmische Expedition, bringt uns auf dem uralten Jakobsweg eine Wirklichkeit nahe, die uns alle angeht, und viele Menschen auf der Welt betrifft, die entweder gerade eine solche Situation erleben oder sie in der Vergangenheit durchgemacht haben.

Zu Wort kommen Fachleute und Experten auf diesem Gebiet, immerhin waren psychische Einschränkungen im Jahr 2030 weltweit die häufigsten Erkrankungen überhaupt. Der Dokumentarfilm wertet nicht, sondern spricht im Sinne der Selbstermächtigung offen Themen an, die bisher von den audiovisuellen Medien eher selten behandelt worden sind.

Mi, 14.05. 16:00 Uhr Filmgalerie

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Sonderprogramm Filme

Outros Camiños 

Outros Camiños / Andere Wege

E 2021, 60 min, OmdtU, Regie: Rubén Riós 

Filmgespräch mit dem Regisseur im Anschluss!

In diesem galicischen Dokumentarfilm geht es um die Erfahrung von vier Menschen, die trotz ihrer schweren Behinderung den Jakobsweg zurücklegen. Der Regisseur, Schauspieler und Produzent Rubén Riós leistet mit seinem Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Organisation „DisCamino de Santiago“ entstanden ist, einen wichtigen Beitrag zum Thema Inklusion.

Di, 13.05. 19:30 Uhr Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8; Eintritt frei!

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Sonderprogramm Filme

El Agua

El Agua / The Water

E 2022, 104 min, OmeU, Regie: Elena López Riera

Es ist Sommer in einem kleinen Dorf im Südosten Spaniens. Man sagt, es nähert sich ein Unwetter, das dafür sorgen wird, dass der Fluss, der das Dorf durchläuft, über die Ufer treten und große Teile des Ortes überschwemmen wird. Einer alten Legende nach verschwinden bei jeder Überschwemmung Frauen. Es sind Frauen, die das „Wasser in sich tragen“, diejenigen, die dafür bestimmt sind, vom Fluss mitgenommen zu werden. Die Jugendlichen gehen zum Fluss und teilen miteinander die Geschichten, die ihnen ihre Großeltern erzählt haben. Inmitten dieser angespannten Situation, zwischen Realität und Fiktion, Leben und Tod, lernt Ana José kennen.

Di, 22.04. 19:30 Uhr M26, Maximilianstr. 26; Eintritt frei!

Elena López Riera (*1982, Orihuela) hat in Valencia Audiovisuelle Kommunikation studiert. Nach ihrem Studium war sie als Dozentin an verschiedenen Hochschulen und Universitäten im Bereich der Film- und Literaturwissenschaften tätig. Ihre Kurzfilmprojekte, darunter Las Vísceras (2016) und Los que desean (2018), waren bereits auf internationalen Filmfestivals erfolgreich. El Agua ist ihr Spielfilmdebüt.

Goya-Filmpreis: Nominiert, u. a. für die beste Regie und die beste
Nachwuchsschauspielerin (Luna Pamiés); Filmfestspiele von Cannes: Vorführung im Rahmen der Sektion The Directors’ Fortnight.